
BRANDING: Ihre CD-konforme Titel- und Rückseite

BRANDING: Seite 2 und 3 sind individuell gestaltbar

BRANDING: Ihre CD-konforme Titel- und Rückseite

BRANDING: Ihre CD-konforme Titel- und Rückseite

BRANDING: Ihre CD-konforme Titel- und Rückseite

BRANDING: Seite 2 und 3 sind individuell gestaltbar

BRANDING: Ihre CD-konforme Titel- und Rückseite

BRANDING: Ihre CD-konforme Titel- und Rückseite
NOCKY MOUNTAINS
27.09.2020 – 29.09.2020
Search this site
382 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Die Entdeckung eines Kleinodes
Ein fotografisches Abenteuer im Schatten der Riesen – Zwischen Umkehr und Triumph. Meine unstillbare Neugier zieht mich nach Osttirol – im Gepäck eine schwere Kameraausrüstung und die Sehnsucht nach der unberührten Bergwelt der Rieserfernergruppe. Doch mein Versuch, die Rosshornscharte (2.910 m) zu überschreiten, endete im Fiasko. Ein unmarkierter Pfad, zu schweres Equipment, ein schlecht gesicherter Klettersteig und absolut kein Mobilfunkempfang. Da sich die wenigen Bergsteiger der Hütte auf elf Dreitausender verteilten, war keine Hilfe zu erwarten. Die Vernunft siegte: Ich kehrte um. Doch der Berg ließ mich nicht los. Ein Jahr später kam ich wieder – mental gestärkt, physisch fit und optimal vorbereitet. Diesmal gelang die Überschreitung! Mein Ziel war ein Ort, den es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab: Ein namenloser, türkisgrüner Gletschersee am Fleischbachkees, erst kürzlich durch die Gletscherschmelze entstanden. Ein magischer, vergänglicher Moment. Da dieser Ort noch keinen Namen trug, taufte ich ihn – passend zur Region und ein wenig eigennützig – Sankt-Josef-See. Sankt-Josef-See Blick auf das beeindruckende Fleischbachkees hoch über dem Defreggental Warum dieser Ort? Der Reiz des Unbekannten: Dieser alte Jägersteig war bis vor kurzem fast nur Einheimischen ein Begriff. Persönliche Herausforderung: Das Verlassen ausgetretener Pfade testet die eigenen mentalen und körperlichen Grenzen. Vergängliche Schönheit: Der See ist ein direktes, faszinierendes und zugleich mahnendes Zeugnis des Klimawandels und des Gletscherschwunds. Fotografisches Juwel: Das Zusammenspiel aus rauem Fels, ewigem Eis und dem jungen Schmelzwassersee bietet einzigartige Kontraste für die Kamera. Dein Weg zum Sankt-Josef-See Damit dein Abenteuer gelingt, findest du hier alle wichtigen Details zur Tour auf einen Blick. 📋 Touren-Steckbrief Region & Lage: Defereggental (Osttirol), Ende des Patschertals | Rieserfernergruppe, Nationalpark Hohe Tauern, Tirol, Österreich. Reine Gehzeit: Rund 8:00 Stunden (Gesamte Rundtour). Streckenlänge: Ca. 18,9 km. Höhenmeter: 1.414 hm im Auf- und Abstieg. Höchster Punkt: 2.931 m ü. A. ⚠️ Anspruch & Ausrüstung Schwierigkeit: Bis zur Barmer Hütte und weiter zur Rosshornscharte moderat. Ab der Scharte ist hochalpines Gelände erreicht – Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier absolut unerlässlich! Ausrüstungstipp: Knöchelhohe Bergschuhe sind Pflicht. Ein Helm (für den Klettersteig-Abschnitt) sowie Grödel (Steighilfen) für Altschneefelder sind dringend empfohlen. Bekleidung & Verpflegung: Du bewegst dich auf fast 3.000 Metern Seehöhe. Packe wetterfeste Kleidung (Zwiebellook) und ausreichend Flüssigkeit ein. Blick auf den majestätischen Lenkstein (3.236m) 🗺️ Sicherheit & Orientierung Wetter: Die Tour ist nur bei absolut stabilen Wetterbedingungen zu empfehlen. Wegführung: Umgehe die westseitigen Geröllfelder des Rosshorns großzügig. Halte dich stattdessen in der Mitte des Schneefeldes direkt in Richtung des Sankt-Josef-Sees. 💡 Mein Extratipp: Wer die Kamera im Gepäck hat, sollte sich für diese Region mindestens zwei Tage Zeit nehmen. Allein die Wanderung durch das Defereggental bis zur legendären, historisch einzigartigen Jagdhausalm (auch bekannt als "Klein-Tibet") ist ein landschaftliches Gustostückerl. Die Entdeckung eines Kleinodes Licht und Technik auf 3.000 Metern Beim ersten Versuch bin ich nicht zuletzt wegen meines viel zu schweren Rucksacks gescheitert. Wer Kamera, drei Objektive, ein massives Stativ und einen Nodalpunktadapter den Berg hochschleppt, spürt jeden Meter. Doch die Mühe lohnt sich, denn die Fotografie in diesen Höhenlagen folgt eigenen, faszinierenden Gesetzen. Hier oben profitiert man von der kühleren, dünneren und extrem trockenen Luft. Dunstschleier fehlen fast völlig, wodurch der Himmel beinahe irreal klar und tiefblau wirkt. Wer sich bereits um 4:00 Uhr morgens auf Position bringt, erlebt ein Naturschauspiel der Extraklasse: Den Sonnenaufgang auf Augenhöhe. Mein technisches Setup für das perfekte Panorama: Die Technik: Um ein verzerrungsfreies Panorama zu erstellen, nutze ich ein stabiles Stativ mit einem Nodalpunktadapter. Das Objektiv: Ein 17-mm-Weitwinkelobjektiv, fotografiert im Hochformat. Die Blende halte ich mit f/5.6 relativ weit offen, da die Tiefenschärfe bei dieser Brennweite bereits ausreicht. Die Belichtung: Um einen perfekten Übergang der 4 bis 5 Einzelaufnahmen zu garantieren, schalte ich jegliche Automatik ab und fotografiere rein manuell. Der Trick: Vor dem eigentlichen Sonnenaufgang messe ich den hellsten Punkt am Horizont und stelle danach meine Belichtungszeit ein. Den Rest der Magie übernimmt dann die aufgehende Sonne ganz von selbst. Sonnenaufgang nahe der Barmer Hütte. Sankt-Josef-See Jetzt bist du dran! Der Sankt-Josef-See am Fleischbachkees ist ein Ort im Wandel – ein junges, wildes Stück Natur, das uns die Vergänglichkeit der Gletscher vor Augen führt, aber auch zeigt, wie dynamisch unsere Bergwelt ist. Hast du auch schon einmal einen Ort entdeckt, der in älteren Wanderkarten noch gar nicht verzeichnet war? Reizt dich die raue Einsamkeit der Rieserfernergruppe, oder zieht es dich eher zu den bekannten Klassikern? Schreib es mir unbedingt in die Kommentare! Ich freue mich auf deine Gedanken, Fragen und deine eigenen Bergberichte.
- Vogelperspektive mit Verantwortung: Wie wir spektakuläre Drohnen-Bildserien fliegen – legal und stressfrei.
Liebe Fotografie-Begeisterte, wer von uns liebt sie nicht? Die Perspektive von oben öffnet uns kreative Welten, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Die Drohnenfotografie hat sich fest in der professionellen Landschaftsfotografie etabliert. Doch wer in den schönsten Regionen Österreichs und des Alpenraums spektakuläre Ergebnisse erzielen will, merkt schnell: Der Luftraum ist kein rechtsfreier Raum, und Technikbegeisterung stößt am Boden oft auf Skepsis. Heute möchten wir euch zeigen, wie wir atemberaubende Bild-Serien realisieren – und warum das perfekte Foto oft mit einem sympathischen Gespräch am Boden beginnt. Geplante Abstraktion: Ein alpines Flussbett verwandelt sich aus der 90-Grad-Draufsicht in ein natürliches Kunstwerk aus Eis- und Blautönen. Das Fundament: Legalität schafft kreative Freiheit Für uns ist es selbstverständlich: Professionelle Fotografie erfordert professionelle Vorbereitung. Bevor unsere Motoren starten, sind die Hausaufgaben erledigt. Das bedeutet für uns: Die Lizenz in der Tasche Wir fliegen ausnahmslos mit dem offiziellen EU-Kompetenznachweis (A1/A3 & A2 Fernpiloten-Zeugnis der Austro Control). Absolut abgesichert: Eine spezifische Drohnen-Haftpflichtversicherung ist für uns Pflicht, um im Ernstfall voll geschützt zu sein. Die Zonen-Prüfung: Vor jedem Aufstieg nutzen wir Tools wie die hervorragende ÖAMTC Drohnen-Info App für den schnellen Check vor Ort oder vertiefen die Planung zu Hause über offizielle Luftraum- und Naturschutzkarten wie Austro Control Dronespace sowie die Geoportale der Länder (z. B. SAGIS, TIRIS oder KAGIS). Abhandlung über Luftbildfotografie, Drohnenfilm und 360°-Luftbildpanoramen Spiel mit Kontrasten: Kristallklares, türkisfarbenes Wasser bricht sich an den feinen Uferstrukturen kleiner Inseln. Die große Ausbildungslücke: Was der Führerschein verschweigt Wer den Drohnenführerschein macht, lernt viel über Luftrecht, Flugphysik und Meteorologie. Was dort jedoch komplett zu kurz kommt, ist die Praxis des lokalen Naturschutzes und – noch viel wichtiger – das zwischenmenschliche Miteinander am Boden. Machen wir uns nichts vor: Das hochfrequente Surren einer Drohne kann in der Stille der Natur nerven. Wanderer und Erholungssuchende fühlen sich oft gestört oder in ihrer Privatsphäre verletzt. Als Piloten haben wir hier eine enorme Verantwortung. Unsere goldene Regel: Erst landen, dann auf Augenhöhe reden! Kürzlich hatten wir genau diese Situation: Während eines Flugs signalisierte uns ein Passant deutlichen Unmut über die Drohne. Anstatt auf unser vermeintliches Recht zu pochen oder die Situation zu ignorieren, haben wir unsere bewährte Deeskalations-Taktik angewandt: Ruhe bewahren & Professionalität signalisieren: Wir haben kurz und freundlich Blickkontakt gesucht und gesagt: „Entschuldigung, ich führe gerade eine Drohne. Sobald ich sicher gelandet bin, kann ich mich sehr gerne mit Ihnen unterhalten.“ Das zeigt sofort Verantwortung und sichert den Flug ab. Die Reizquelle abstellen: Ohne Verzögerung wurde der Rückflug eingeleitet, die Drohne sicher gelandet und die Motoren ausgeschaltet. Das störende Geräusch war weg. Das Gespräch suchen: Auf Augenhöhe haben wir erklärt, was wir hier genau machen, haben das Display gezeigt und die Ängste vor „Spionage“ genommen. Das Ergebnis? Aus anfänglichem Ärger wurde ein langes, unglaublich nettes Gespräch über Fotografie und Technik. Wer Empathie zeigt, erntet Akzeptanz. Symmetrie der Natur: Die harte Grenze zwischen tiefblauem Freiwasser, leuchtendem Türkis und der grünen Uferlinie fasziniert das Auge. Die Faszination der Bild-Serie Warum zeigen wir euch heute eigentlich eine Serie und nicht nur ein einzelnes Bild? Für uns schließt eine durchdachte Bild-Serie den Zufall aus. Sie beweist, dass eine Aufnahme reproduzierbar, geplant und das Ergebnis von echtem Handwerk ist. Ob das abstrakte Spiel der eisigen Flussadern, die perfekt komponierte Draufsicht auf einsame Inselstrukturen oder der weiche, fast herbstliche Übergang eines Moorgewässers – jedes Bild baut auf dem nächsten auf. Die Serie zeigt, dass wir als Fotografen die Kamera bewusst als Werkzeug nutzen, um die verborgene Geometrie unserer Landschaft sichtbar zu machen. Jahreszeiten im Wandel: Wenn die Drohne im Herbst über eine Moorlandschaft schwebt, treten organische Formen und warme Erdtöne in den Vordergrund. Die Grenze der Wildnis: Die kühle Abstraktion des alpinen Schotterbettes trifft im harten, horizontalen Schnitt auf das dichte Dach eines Nadelwaldes. Spektakuläre Drohnen-Bildserien fliegen – legal und stressfrei – Unser Fazit für euch: Packt für den nächsten Fototrip nicht nur eure Filter und Akkus ein, sondern auch eine große Portion Respekt für eure Umwelt und eure Mitmenschen. Erst wenn wir als Piloten Verantwortung übernehmen, bleibt der Luftraum für uns alle ein Ort der kreativen Freiheit. Wie sind eure Erfahrungen? Hattet ihr schon einmal Konflikte am Boden und wie habt ihr sie gelöst? Schreibt es uns in die Kommentare!
- Fototour Giglachseen & Kalkspitze: Im Herzen der Schladminger Tauern
Warum diese Tour ein Paradies für Landschaftsfotografen ist – von der Almrauschblüte bis zum Gipfelpanorama. Farbenrausch auf 1.900 Meter: Zur Blütezeit verwandelt der Almrausch das Ufer der Giglachseen in ein fotogenes Meer aus Magenta. ⏱️ Für eilige Leser: Die Tour im Schnelldurchlauf Das Erlebnis: Traumhafte Berg- und Seenkulisse im Herzen der Schladminger Tauern – perfekt als Tagestour oder mehrtägiges Trekking-Abenteuer. Anforderung: Mittelschwere Bergwanderung (Kondition für ca. 850–900 Höhenmeter erforderlich; Trittsicherheit im Gipfelbereich der Kalkspitzen). Fotografisches Highlight: Das Almrausch-Blütenmeer Ende Juni/Juli, die Spiegelungen der Gipfel in den Giglachseen und der 360°-Rundumblick von der Lungauer Kalkspitze. Wichtigster Ausrüstungstipp: Ein stabiles Stativ inkl. Nodalpunktadapter für hochauflösende Multi-Zeilen-Panoramen sowie Polarisations- und Vario-ND-Filter zur Kontrolle der Reflexionen. 1. Das Abenteuer: Mit der Kamera durch die Schladminger Tauern Wenn wir oben am Gipfelkreuz der Lungauer Kalkspitze sitzen, im Nordwesten den Oberhüttensee und im Nordosten die tiefblauen Giglachseen unter uns erblicken, wird uns schnell klar: Die Schladminger Tauern gehören zu den eindrucksvollsten Bergregionen Österreichs. Es ist eine Landschaft, von der man als Fotograf und Bergwanderer einfach niemals satt wird. Der Lohn des Aufstiegs: Von der Lungauer Kalkspitze (2.471 m) haben wir einen spektakulären Tiefblick auf die beiden Giglachseen. In einer Zeit, in der viele „Gipfelstürmer“ mit dem Smartphone im Anschlag an den schönsten Motiven vorbeihetzen und die Natur mit einem flüchtigen Klick abhaken, möchten wir einen anderen Weg gehen. Die Natur und ihre kleinen wie großen Wunder verdienen Respekt und Zeit. Trailrunning und Berglauf sind ohne Zweifel beeindruckende Sportarten – doch für uns lassen sie sich nur schwer mit der Achtsamkeit eines Landschaftsfotografen vereinbaren. Was wir suchen, ist das perfekte Gleichgewicht zwischen sportlicher Herausforderung und dem bewussten Wahrnehmen der Schönheit vor unseren Augen. Die Region rund um die Giglachseen eignet sich herausragend für eine Mehrtagestour. Egal ob wir die Seen entspannt umrunden (besonders faszinierend zur Almrosenblüte), die Steirische oder Lungauer Kalkspitze erklimmen, eine Rundtour über den Oberhüttensee und den Brettersee wählen oder von der Ursprungalm über die Gipfel zurück zu den Giglachseen wandern: Jeden Tag schenkt uns diese Bergwelt neue, unvergleichliche Perspektiven. 💡 Maut-Hinweis für die Anreise:Die Auffahrt über die Mautstraße zur Ursprungalm schlägt derzeit mit 22,00 € pro PKW zu Buche (Abrechnung erfolgt digital/automatisch an der Mautstelle via Kennzeichenerfassung; Bezahlung per Karte). Wer die Region mehrmals im Jahr besucht, greift am besten zur Saisonkarte für 49,00 €. 2. Kriterien für die Tourenwahl: Der fotografische Funke Die beste Jahreszeit: Ende Juni bis Mitte Juli erlebt man hier die spektakuläre Almrauschblüte (Almrose), die ganze Hangabschnitte in kräftiges Magenta taucht. Der Frühherbst (September/Oktober) besticht hingegen durch glasklare Fernsicht, warme Goldtöne der Gräser und stabile Wetterlagen. Klima, Wind und Wetter: Da die Kessel der Schladminger Tauern oft windgeschützt liegen, bieten die Morgen- und Abendstunden perfekte Bedingungen für spiegelglatte Wasseroberflächen an den Giglachseen. Geologie und Vegetation: Der Spannungsgrad dieser Region liegt im geologischen Wechselspiel: Der helle Kalkstein der Kalkspitzen trifft auf den dunklen Urgesteins-Gneis der Tauern. Dazu gesellen sich saftige Almböden, Zirbenbestände und kristallsandige Uferzonen. Stille Momente abseits der Hauptwege: Kleine Karseen bieten ideale Bedingungen für ruhige Spiegelungen und Detailaufnahmen. 3. Die harten Fakten & Touren-Steckbrief Region & Lage: Schladminger Tauern / Steiermark & Salzburg (Preuneggtal / Rohrmoos) Reine Gehzeit: ca. 5:00 bis 6:00 Stunden (als Tagestour mit Gipfel) Streckenlänge: ca. 13,5 km (Rundtour Ursprungalm – Giglachseen – Lungauer Kalkspitze – Ursprungalm) Höhenmeter: ca. 880 hm im Auf- und Abstieg Höchster Punkt: Lungauer Kalkspitze (2.471 m) 🗺️ Sicherheit & Orientierung Wetter: Das Wetter in den Tauern kann rasch umschlagen. Nebelfelder können die Orientierung auf den Gipfelplateaus erschweren. Wegführung: Gut markierte Wanderwege (ÖAV-Wege). Der Aufstieg zur Kalkspitze erfordert Trittsicherheit auf schotterigem Terrain. ⚠️ Anspruch & Ausrüstung Schwierigkeit: Mittelschwer (Rote Bergwege). Gefahren: Rutschfurcht bei Nässe auf den Kalkgesteins-Passagen; Schuttfelder im Gipfelbereich. Gelände: Almböden, geschotterte Serpentiene, felsige Steige. Bekleidung: Zwiebelprinzip, funktionale Wind- und Regenschutzbekleidung, feste Knöchelschuhe mit griffiger Profilsohle. Verpflegung: Ausreichend Wasser, Tourenproviant. Einkehrmöglichkeiten auf der Ursprungalm, der Giglachseehütte und der Ignaz-Mattis-Hütte. 💡 Mein Extratipp für Fotografen: Übernachtung auf der Hütte einplanen! Wer das beste Licht zur blauen Stunde und zum Sonnenaufgang nutzen möchte, sollte eine Übernachtung auf der Ignaz-Mattis-Hütte oder der Giglachseehütte buchen. Dadurch sparst du dir den nächtlichen Abstieg und stehst morgens direkt an den besten Fotospots am See Ufer. 4. Mein technisches Setup für Panorama-Aufnahmen Kamera & Drohne: Vollformat-Systemkamera / Spiegelreflexkamera, DJI Mavic II (für gezielte Luftaufnahmen/Perspektivenwechsel) Action-Cam & Smartphone. Hinweis zum Drohneneinsatz: Bei Drohnenaufnahmen in alpinen Regionen achten wir stets auf die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen (Registrierung/Austro Control) sowie den nötigen Abstand zu Wild- und Weidetieren, um die Ruhe der Natur nicht zu stören.“ Ein Perspektivenwechsel offenbart oft verborgene Strukturen: Die kleine Insel im Giglachsee aus der Luft gesehen. Objektive: Standard-Zoom (24-70mm) für flexible Bildausschnitte sowie ein Weitwinkelobjektiv (16-35mm) für raumgreifende Vordergründe. Bildformat: Konsequent RAW-Format für maximalen Dynamikumfang bei kontrastreichen Bergmotiven. Stativ & Zubehör: Stabiles Carbon-Reisestativ mit Nodalpunktadapter – unerlässlich für stichfreie Hochformat-Panoramen mit nahegelegenem Vordergrund (z. B. Almrausch oder Felsen). Filter: Vario-ND-Filter für weiche Wasserflächen sowie ein Polarisationsfilter zur Reduktion von Reflexionen auf der Wasseroberfläche und Intensivierung des Himmelsblau. Software: Adobe Lightroom Classic (Katalogisierung & Grundentwicklung), PTGui Pro (für hochpräzises Panorama-Stitching) und Adobe Photoshop (Feinschliff & Compositing). Sicherheit im Rucksack: Smartphone mit Offline-Karten, Ersatzakkus (kühlungsgeschützt verpackt), ausreichend Speicherkarten, Powerbank und Ladekabel. 5. Jetzt bist du dran! Warst du schon einmal an den Giglachseen oder hast die Kalkspitzen bestiegen? Welche Jahreszeit fasziniert dich in den Bergen am meisten – die knallige Blütezeit im Frühsommer oder die klare Sicht im Herbst? Schreib es mir unbedingt in die Kommentare und teile deine eigenen Fototipps mit der Community!
- Osttirol: Ein Paradies für die Landschaftsfotografie
Wer nach wilden und naturbelassenen Landschaften sucht, findet in Osttirol (Tiroler Bezirk Lienz) ein Überangebot an fesselnden und atemberaubenden Berglandschaften. Jahr für Jahr entdecke ich Naturschauplätze, die ihresgleichen suchen. In diesem Jahr führte mich meine Reise nach Prägraten am Großvenediger und über den Staller Sattel, einen Gebirgspass in den Ostalpen, der Osttirol mit dem italienischen Südtirol verbindet. Meine Skitour führte mich in Richtung Rote Wand in den Villgrater Bergen. Schon früh am Morgen machte ich mich auf den Weg, und der Tag hielt, was die Wettervorhersage versprach: strahlend blauer Himmel und Plusgrade auf über 2.500 m Höhe. Heute zählte für mich nicht der Gipfelsieg, sondern die fotografische Arbeit. Aus jahrelanger Erfahrung weiß ich, dass man, um außergewöhnliche Motive zu finden, unter allen Umständen Sicherheit und Rücksicht auf die Natur wahren und eigene Wege gehen sollte. An diesem Tag war das gut möglich, denn der Harschschnee hinterließ kaum Spuren. Vorsichtig und zugleich intuitiv bewegte ich mich durch die unterschiedlichen Geländeformationen: von der Baumgrenze, gesäumt von alten Zirbelkiefern, über fantastisches Gelände mit beeindruckendem Relief bis hin zu einem weitläufigen Kar, wo mir eine weiße Ebene vor einem kleinen verschneiten Karsee begegnete – einen Ort, den man zu dieser Jahreszeit besser nicht betreten sollte. Inzwischen ist auch hier oben der Frühling angekommen. Die ersten Bächlein tauen auf und werden hör- und sichtbar, während die Sonnenhänge bereits ausgeapert sind und die ersten Cumuluswolken am Himmel entstehen. Es war ein Festtag für jeden ambitionierten Fotografen und Balsam für die Seele. Die bei der Fototour entstandenen Panoramen können euch sicher eine Geschichte über die einmalige Landschaft und unsere Arbeit vermitteln. Jedes Bild ist ein Zeugnis der Schönheit und der Erhabenheit dieser Region und lädt dazu ein, die Natur in ihrer reinsten Form zu erleben. Osttirol ist nicht nur ein Ort für Fotografen, sondern ein Rückzugsort für all jene, die die Ruhe und die Pracht der Natur schätzen. Egal, ob bei einer Skitour, einer Wanderung oder einfach nur beim Erkunden der Umgebung – die Landschaften hier bieten unzählige Möglichkeiten, die Seele baumeln zu lassen und die kreative Ader zu entfalten. Kommt mit auf die Reise und entdeckt die magischen Momente, die Osttirol zu bieten hat! Osttirol: Ein Paradies für die Landschaftsfotografie „Ein absolutes Highlight im Defereggental ist der historische Almboden im Talschluss – begleite mich auf meinem Weg Auf dem Weg zur Jagdhausalm oder erlebe den Frühling in Osttirol.“
- Ausflug ins Sausal 🌿🍇
Vielleicht nicht so bekannt, aber landschaftlich der südsteirischen Weinstraße ebenbürtig, liegt das Sausal zwischen den Flüssen Sulm und Laßnitz. Vom bekannten Weinort Kitzeck aus genießt man einen atemberaubenden Rundumblick über das steirische Hügelland. Grün soweit das Auge reicht – der steirische Tourismus wirbt zu Recht mit dem "grünen Herz" der Steiermark. Dabei denken wir zunächst an den üppigen Waldreichtum der Region. Zusammen mit den idyllischen Kulturlandschaften im Frühling ergibt sich ein malerisches Bild in allen erdenklichen Grüntönen. Besonders auffällig sind die kleinen, aber liebevoll gepflegten Landgüter, Häuser und Höfe, die das Landschaftsbild prägen. Erfrischend war auch zu erleben, wie generationsübergreifend regionale Traditionen und Brauchtum im Sausal gelebt werden. Die Menschen in dieser Region begegneten uns stets mit einem Lächeln und herzlichen Grüßen auf den Straßen – das gehört dort zum guten Ton. Es ist eine kleine Welt voller sozialer Verbundenheit und Beständigkeit, die zum Verweilen und Genießen einlädt. Ein Ausflug ins Sausal ist mehr als nur eine Reise; es ist eine Entdeckung der steirischen Lebensart und der natürlichen Schönheit, die diese Region zu bieten hat. 🌍💚 Ausflug ins Sausal „Die Steiermark zeigt sich extrem vielseitig: Während das Sausal mit sanften Rebenhügeln verzaubert (Ausflug ins Sausal), locken im Grazer Bergland markante Felsformationen (Herbstzauber am Hochlantsch) und in den Seetaler Alpen stille Bergseen (Ein Frühlingstag am Ingeringsee).“
- Das Grüne Herz Österreichs: Ein Frühlingstag am Ingeringsee
Heute möchte ich den Leitspruch des steirischen Tourismusverbandes aufgreifen, der die Essenz dieser wunderbaren Region perfekt einfängt. Im Frühling entfaltet sich das grüne Farbenspiel der Steiermark in seiner vollsten Pracht und verzaubert alle, die sich auf die Suche nach der Schönheit der Natur begeben. Gemeinsam mit meinen Kindern, die mir beim Fotografieren mit Begeisterung zur Seite stehen und mir geduldig die Zeit schenken, die ich brauche, machen wir uns auf den Weg zum Ingeringsee in Gaal. Dieser malerische Ort ist ein wahres Juwel, eingebettet zwischen majestätischen Fichtenwäldern, die die Umgebung mit ihrem tiefen Grünton bereichern und ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit vermitteln. Das Westufer des Sees ist mit üppigem Seegras geschmückt, das sich kontrastreich vom glitzernden Wasser abhebt. Im sanften Wind wiegt es sich und reflektiert das Licht in silbernen Schimmern, während die olivgrüne Wasseroberfläche in abertausenden kleinen Wellen erstrahlt. Diese Wellen brechen das Licht und lassen den See in einem faszinierenden Glanz erstrahlen, der das Herz jedes Naturliebhabers höher schlagen lässt. Der Ingeringsee, eingebettet in die beeindruckenden Seckauer Alpen, ist nicht nur ein wunderbares Erholungsgebiet, sondern auch ein fantastisches Bildmotiv. Hier verschmelzen die Farben der Natur und die Stille des Wassers zu einem harmonischen Gesamtbild, das die Steiermark den Namen "Das Grüne Herz Österreichs" wahrlich verdient macht. Wenn ich mit meiner Kamera durch diese Landschaft wandere, fange ich nicht nur atemberaubende Bilder ein, sondern auch die besonderen Momente, die das Leben bereichern. Jedes Foto erzählt eine Geschichte und lädt dazu ein, die Schönheit und den Zauber unserer Heimat zu entdecken. Der Ingeringsee ist ein Ort, der zum Verweilen einlädt und uns daran erinnert, wie wichtig es ist, die kleinen Wunder der Natur zu schätzen. Das Grüne Herz Österreichs: Ein Frühlingstag am Ingeringsee Ein Frühlingstag am Ingeringsee „Die Steiermark zeigt sich extrem vielseitig: Während das Sausal mit sanften Rebenhügeln verzaubert (Ausflug ins Sausal), locken im Grazer Bergland markante Felsformationen (Herbstzauber am Hochlantsch) und in den Seetaler Alpen stille Bergseen (Ein Frühlingstag am Ingeringsee).“
- Herbstzauber am Hochlantsch: Entdecken Sie das Grazer Bergland
Der Hochlantsch, der höchste Berg im Grazer Bergland, erstrahlt im Herbst in voller Pracht. Während der Oktober die Grashänge in ein Meer aus goldenen Tönen taucht, bietet der Berg atemberaubende Weitblicke, die sowohl Naturfreunde als auch Fotografen in ihren Bann ziehen. Diese malerischen Aussichten sind perfekt für Kalenderproduktionen und als beeindruckende Wanddekorationen geeignet. Ein besonderes Highlight sind die stimmungsvollen Lärchenwälder, die die Hänge des Hochlantsch umhüllen. Die leuchtenden, goldenen Lärchennadeln im herbstlichen Licht schaffen eine ideale Kulisse für Acrylglasbilder und Großvergrößerungen. Jeder Schritt durch diesen Wald ist ein Erlebnis, das die Sinne belebt und inspiriert. Der Gipfel des Hochlantsch erhebt sich majestätisch über die Steiermark und bietet bei wechselhaftem Oktoberwetter eine dramatische Stimmung. Diese einzigartigen Wetterverhältnisse verleihen der Landschaft eine besondere Atmosphäre, die sich hervorragend für Verlagsproduktionen und eindrucksvolle Wandkunst eignet. Die Herbststimmung am Hochlantsch ist unvergleichlich. Die farbenfrohen Grashänge und die unberührte Schönheit der Natur laden dazu ein, innezuhalten und die Weite des Grazer Berglands zu genießen. Für all jene, die die natürliche Pracht der Steiermark in ihren Wohnräumen einfangen möchten, sind diese Szenen ein Muss für Kalendergestaltungen und dekorative Elemente. Erleben Sie das Naturwunder Hochlantsch im Herbst – ein Ort voller Magie und Inspiration, der die Vielfalt und Schönheit der Steiermark eindrucksvoll zur Schau stellt. Herbstzauber am Hochlantsch: Entdecken Sie das Grazer Bergland Blick Richtung Nordwesten „Die Steiermark zeigt sich extrem vielseitig: Während das Sausal mit sanften Rebenhügeln verzaubert (Ausflug ins Sausal), locken im Grazer Bergland markante Felsformationen (Herbstzauber am Hochlantsch) und in den Seetaler Alpen stille Bergseen (Ein Frühlingstag am Ingeringsee).“
- Naturparadies Schladminger Tauern
Ein fotografischer Augenschmaus im Bergfrühling Ende Mai sind die Chancen groß, ganz alleine an einem Bergsee zu stehen. Es ist die perfekte Zeit, um Momente schöpferischer Ruhe zu genießen. Diese sensiblen Ökosysteme erzählen für mich Geschichten wie das Leben selbst: Sie zeigen, wie die Natur selbst in den unwirtlichsten Regionen Wege findet, sich zu behaupten. Bergseen erzählen aber auch von der Vergänglichkeit und von der absoluten Urkraft der Erde. Sie spiegeln die Bedeutung des Lebens wider und sind Orte zur inneren Einkehr – ein Raum für Demut und eine lebensbejahende Haltung. Oberer Wildenkarsee / Schladminger Tauern: „Solche spektakulären Momentaufnahmen verblassen im Digitalen oft zu schnell. Wie wir diese Motive in unserem großformatigen Monumentalwerk auf feinstes Papier bringen, erfährst du hier: Made in Austria – Das Buch sowie im Ausblick auf unser nächstes Werk Made in Austria 2027.“ Drei Seen, eine Tour: Kontraste auf 700 Höhenmetern Meine Tourenwahl fiel auf die Kulisse vom Etrachsee über den Unteren bis zum Oberen Wildenkarsee. Drei Bergseen innerhalb von knapp 700 Höhenmetern versprechen eine enorme landschaftliche und damit optische Vielfalt für das Kameraobjektiv. Es war ein idealer Tag für eine Wanderung: Ein frischer Morgen mit zunehmender Kumulusbewölkung, die jedoch keine Anzeichen für Überentwicklung oder Gewitterneigung zeigte. Die geologische Geschichte der Schladminger Tauern reicht teils bis zu eine Milliarde Jahre zurück. Sie bestehen größtenteils aus kristallinem Gestein. Das prägt nicht nur die markanten Bergformationen, sondern ermöglicht auch die erstaunlich grüne Vegetation. Beim Aufstieg über die Alm entdecken wir Ende Mai leuchtende Enziane und den Pyramiden-Günsel. Weiter oben wandere ich durch einen wunderschönen, alten Zirbenwald, in dem häufig der Gemeine Wacholderstrauch wächst. Dort, wo die Landschaft schließlich felsig und karg wird, überrascht mich die Gämsheide, die wie rosafarbene Polster auf dem grauen Stein wirkt. Tour-Eckdaten – Details zur Wanderung Region & Lage: Gemeinde Krakau (Bezirk Murau, Steiermark), Krakautal Startpunkt: Etrachsee (1.374 m Seehöhe) Höchster Punkt: Oberer Wildenkarsee (2.053 m) Streckenlänge: ca. 12 Kilometer (Gesamtweg) Höhenmeter: 679 hm im Auf- und Abstieg Gehzeit: ca. 4:00 Stunden (reine Gehzeit) Anspruch: Überwiegend einfach; kurzes Steilstück zur Rudolf-Schober-Hütte. Leicht bis zum Unteren Wildenkarsee. Sicherheit, Orientierung & Wissenswertes Pfadsuche im Frühjahr: Vom Unteren zum Oberen Wildenkarsee sind die Pfadspuren und Markierungen Ende Mai durch Altschneereste oder Winterschäden oft schwer auffindbar. Achtung, Kreuzottern: Die Hänge sind voller Heidelbeerfelder – im Herbst ein Paradies für Sammler, im Frühling ein toller Fotovordergrund. Augen auf: Ich habe hier eine Kreuzotter gesichtet. Vor- und Rücksicht sind geboten! Steinschlaggefahr: Am Oberen Wildenkarsee waren deutlich Steinschläge zu hören. Eine Umrundung des Ufers war zu diesem Zeitpunkt zu gefährlich. Trügerische Wegweiser: Beim Aufstieg verleitete mich ein von roten Flechten bewachsener Stein zu der Annahme, es sei eine Wegmarkierung. Das Ende vom Lied war ein mühsamer Kampf durch ein Latschenfeld. Vertraut im Zweifel lieber der Karte als bunten Flechten! Abenteuer Latschen: Auf der Suche nach neuen Fotoperspektiven wollte ich den Unteren Wildenkarsee auf der linken Seite umrunden. Was einfach begann, endete erneut im dichten Latchendickicht – die Wintermonate hatten den Pfad unkenntlich gemacht. Unterer Wildenkarsee – Naturparadies Schladminger Tauern Perspektivenwechsel: Die Magie des Gegenlichts Dank meiner neuen Action-Cam mit ausziehbarer Teleskophalterung konnte ich spektakuläre Perspektiven knapp über der Wasseroberfläche realisieren. Und ganz unter uns: In den Latschenfeldern hat mir diese Teleskopstange samt Smartphone-Anbindung und GPS-Karte extrem geholfen, den echten Weg wiederzufinden 😉. Nach so vielen Jahren in der Landschaftsfotografie gehe ich meine Motive meist sehr intuitiv an. Da ich nun diesen Blog ins Leben gerufen habe, achte ich aber bewusster darauf, wie ich fotografiere. Gestern wurde mir wieder klar, warum ich Gegenlichtaufnahmen so liebe: Die Wasseroberfläche glitzert dadurch intensiver. Wenn die Sonne nicht zu tief steht, reflektiert das Wasser das Himmelsblau in einem tiefen, satten Ton. Natürlich hängt dieser Effekt von der Seetiefe, der Umgebung und der Jahreszeit ab – aber genau das macht den Reiz aus. Ich jage keinem Standardmotiv hinterher, sondern nutze die Bedingungen vor Ort für meine eigene Bildsprache. Jetzt bist du dran: Ab in die Schladminger Tauern? Die Drei-Seen-Wanderung im Krakautal bietet unzählige Fotomotive und echte Ruhe abseits der Massen. Packst du schon deinen Rucksack oder hast du die Region selbst schon besucht? Welche Perspektive fasziniert dich bei Bergseen am meisten? Bevorzugst du auch das glitzernde Gegenlicht oder wartest du lieber auf die perfekte Spiegelung? Schreib mir deine Gedanken, Fragen oder deine eigenen Touren-Tipps unbedingt unten in die Kommentare. Ich freue mich auf den Austausch mit dir!
- Morgenmagie am Almsee: Fototour durch das Salzkammergut
Zwischen spiegelnden Bergseen und alpinen Gipfeln: Ein Guide für Landschaftsfotografen. 1. Das Abenteuer: Auf den Spuren der Urlandschaft „Es ist landschaftlich einer der schönsten Teile der Deutschen Alpen, mit lieblichen, lachenden Gegenden, freundlichen Städtchen und Schlössern, großartigen Gebirgskesseln mit dunkelgrünen Seen, tosenden Bächen, hochragenden Bergriesen, von denen sich Gletscher herabziehen.“ – Meyers Konversations-Lexikon, 1888 Geografisch sprechen wir heute von den Nördlichen Kalkalpen. Doch diese historische Beschreibung aus dem Jahr 1888 fängt die Seele unserer geführten Fototour „Grünblaues Salzkammergut“ perfekt ein. Österreich besitzt rund 10.400 Berge über 1.000 Meter Höhe. Mein kühner Plan, all diese Gipfel zu erklimmen, scheiterte rasch an der reinen Masse. Schnell war eine neue Projektidee geboren: alle 76 Salzkammergutseen kennenzulernen. Jedes dieser Gewässer glänzt mit erstklassiger Trinkwasserqualität. Für uns Fotografen viel wichtiger: Das glasklare Wasser reflektiert das Licht in allen erdenklichen Nuancen. Von tiefem Dunkelblau über leuchtendes Türkis bis hin zu Smaragdgrün – ein absoluter optischer Hochgenuss. Neben der Natur prägt das „weiße Gold“ die Region. In Hallstatt befindet sich eines der ältesten Salzbergwerke der Welt. Es legte den Grundstein für die jahrtausendealte Kulturgeschichte des Salzkammerguts. Bildarchiv Salzkammergut öffnen Morgendliche Symmetrie – Das Tote Gebirge spiegelt sich im Almsee. 📸 Fotografische Notiz zum Almsee: Das Bild besticht durch eine perfekte 50:50-Symmetrie. Die spiegelglatte Wasseroberfläche des Almsees verdoppelt die markanten, schroffen Gipfel des Toten Gebirges im Hintergrund. Der tiefe Kamerastandpunkt betont den Vordergrund, während links hängende Äste als natürlicher Rahmen (Natural Framing) dienen. Die leichte Nebelschicht über dem Schilfgürtel trennt den Seehintergrund plastisch von den Bergen und verleiht dem Bild Tiefe. Die Aufnahme entstand in der goldenen Stunde kurz nach Sonnenaufgang. Die Gipfel werden vom warmen, tiefstehenden Licht direkt angestrahlt, während das Tal noch im kühlen Schatten liegt. Exif-Tipp: Brennweite ca. 24mm, Blende f/8 bis f/11, ISO 100. Bei absoluter Windstille reicht eine Verschlusszeit von etwa 1/30s aus. 2. Kriterien für die Tourenwahl: Der fotografische Funke Die beste Jahreszeit: Die Aufnahmen entstanden im Frühsommer (Mai bis Juni). In dieser Zeit sorgt das Schmelzwasser für gut gefüllte Bergseen. Die Vegetation erstrahlt in sattem Grün. Alternativ bietet der Herbst (September bis Oktober) stabile Hochdruckwetterlagen mit dramatischen Nebelstimmungen am Morgen. Klima, Wind und Wetter: Für perfekte Spiegelungen auf den Seen benötigen Landschaftsfotografen absolute Windstille. Diese findet man meistens in den allerersten Morgenstunden vor der thermischen Windentstehung. Ein Blick auf den lokalen Windbericht schützt vor Enttäuschungen. Zudem sorgt das typische „Salzkammergut-Schürl“ (Tiefdruck-Nebelkonstellationen) oft für mystische Bildstimmungen. Geologie und Vegetation: Das Salzkammergut gehört zu den Nördlichen Kalkalpen. Schroffe, helle Kalksteinwände bilden einen genialen, kontrastreichen Hintergrund zu den tiefen Wäldern und bunten Almwiesen. Die Beschaffenheit des Bodens fordert festes Schuhwerk, belohnt aber mit einer artenreichen Flora und Fauna (wie Enzian oder Gämsen), die wunderbare Makromotive bietet. 3. Die harten Fakten & Touren-Steckbrief 📋 Touren-Steckbrief - Fototour durch das Salzkammergut Wichtiger Hinweis zur Logistik: Unsere Fototour startet mit dem magischen Sonnenaufgang am Almsee im Almtal. Dieser Stopp ist bequem per Auto erreichbar. Die eigentliche Wanderung beginnt erst im Nachbartal am Parkplatz Taferlklaussee (Aurachtal). Von dort geht es sportlich über das Hochlecken auf den Brunnkogel (1.708 m). Am Gipfel wartet ein gigantischer Rundumblick auf den Attersee, den Traunsee, die Langbathseen und den Taferlklaussee. Der Abstieg verläuft über den Hochleckenkogel und mündet nach rund 1,5 Kilometern wieder in die Aurachkarrinne zurück zum Ausgangspunkt. Frühlingserwachen am Taferlklaussee – Das Höllengebirge im Spiegelbild. 📸 Fotografische Notiz zum Taferlklaussee: Dieses Panorama besticht durch eine klassische Dreiteilung und einen starken Vordergrundbezug. Das saftig grüne Schilf- und Grasufer im linken Vordergrund führt das Auge diagonal in das Bild hinein. Die perfekt ausbalancierte Horizontlinie trennt die dichten Nadelwälder und die aufragenden Kalksteinwände des Höllengebirges von ihrer Spiegelung. Am rechten Bildrand rahmt eine Gruppe hoher Fichten die Szenerie ein, während eine kleine Holzhütte am gegenüberliegenden Ufer als charmanter Fixpunkt dient. Das klare, kontrastreiche Licht eines sonnigen Vormittags lässt das Grün der Bäume intensiv strahlen. Exif-Tipp: Um ein solch verzerrungsfreies Breitbild-Panorama zu erstellen, empfiehlt sich die Aufnahme mehrerer vertikaler Einzelfotos im Hochformat (z. B. bei 35mm oder 50mm Brennweite), die später per Software zusammengesetzt werden (Stitching). Verwenden Sie Blende f/8 oder f/11, ISO 100 und ein stabiles Stativ mit Nodalpunktadapter. Region & Lage: Höllengebirge, Salzkammergut, Oberösterreich Reine Gehzeit: ca. 5:20 Stunden (Rundtour ab Taferlklausee) Streckenlänge: 11 km Höhenmeter: 1.055 hm im Auf- und Abstieg Höchster Punkt: 1.708 m (Brunnkogel) 🗺️ Sicherheit & Orientierung Wanderkarte: Trotz GPS und Smartphone gehört eine physische, topografische Wanderkarte der Region in jeden Rucksack. Wetter: Das alpine Bergwetter kann schnell umschlagen. Vor dem Aufstieg unbedingt den aktuellen Alpin-Wetterbericht prüfen. Wegführung: Die Routen sind gut markiert und viel begangen, verlangen aber alpine Aufmerksamkeit. ⚠️ Anspruch & Ausrüstung Schwierigkeit: Mittel bis schwer (Bergweg-Klassifizierung T2 mit anspruchsvollen Abschnitten). Gelände: Die Querung von Geröllhalden im Aurachkar sowie ausgewaschene Pfade voll Latschenwurzeln erfordern Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine solide Grundkondition für über 1.000 Höhenmeter. Schroffer Kalkstein im Höllengebirge – Aufstiegsweg vorbei an den Felswänden des Hochleckens. 📸 Fotografische Notiz zum Aufstieg: Das Bild nutzt eine natürliche V-Form im Bildaufbau, die durch die schattige Flanke am rechten Rand und die mächtige Felswand im Zentrum gebildet wird. Durch diese Gasse öffnet sich der Blick in das weite Alpenvorland. Das Bild wurde bei klarem, hartem Seitenlicht aufgenommen. Die tiefe Struktur des Kalksteines wird durch den Streiflichteffekt extrem betont – jede Spalte und Kante tritt plastisch hervor. Exif-Tipp: Bei so harten Lichtverhältnissen droht die Gefahr überbelichteter Lichter. Achten Sie auf das Live-Histogramm Ihrer Kamera und belichten Sie leicht auf die hellen Felsbereiche (Expose to the Right). In der Nachbearbeitung können Sie die Schatten in den dichten Latschenkiefern wieder leicht anheben. Eine geschlossene Blende wie f/8 sichert die knackige Schärfe. Bekleidung: Funktionelle Schichtbekleidung (Zwiebelprinzip), knöchelhohe Bergschuhe mit griffiger Profilsohle, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme. Verpflegung: Ausreichend Wasser (mindestens 2 Liter), energiereiche Riegel oder Bananen. Badesachen für den Sprung in den See nach der Tour nicht vergessen! 💡 Mein Extratipp: Nehmen Sie sich für das Salzkammergut unbedingt mehrere Tage Zeit. So können Sie die wechselnden Lichtstimmungen stressfrei einfangen. Nutzen Sie die Abende, um die hervorragende, regionale Küche der traditionellen Gasthäuser zu genießen – fangfrischer Saibling aus den Seen ist nach einer langen Wandertour ein absolutes Highlight. 4. Das technische Foto-Setup Für erstklassige Landschaftsaufnahmen im Salzkammergut empfehle ich folgende Ausrüstung: Kamera: Spiegelreflex- oder spiegellose Systemkamera mit manuellen Einstellmöglichkeiten. Objektive: Ein Weitwinkelobjektiv (16–35mm) für die Weite der Seen sowie ein leichtes Teleobjektiv (70–200mm) zum Freistellen markanter Berggipfel. Stativ & Zubehör: Ein stabiles, aber leichtes Reisestativ sowie ein Nodalpunktadapter für verzerrungsfreie Panoramaaufnahmen. Filter: Ein ND-Filter (Graufilter) für längere Belichtungszeiten bei fließendem Wasser und ein Polfilter zur Reduzierung von Spiegelungen sowie zur Sättigung des Himmelsblau. Sicherheit im Rucksack: Genug Ersatzakkus (Kälte zehrt an der Kapazität), Speicherkarte/Ersatzkarte, USB-Kabel, Powerbank und eine Stirnlampe für den Aufstieg im Dunkeln. „Wer im Hochgebirge das beste Motiv sucht, muss lernen, Licht als festen Baustoff zu begreifen. Mehr dazu in meinem Beitrag Werkstoff Licht sowie in Starke Bilder.“ Gipfelpanoramen über dem Salzkammergut – Tiefblick vom Brunnkogel auf den Attersee. 📸 Fotografische Notiz zum Attersee-Blick: Diese weitläufige Panorama-Aufnahme nutzt eine Staffelung in drei Bildebenen. Der Vordergrund wird von den sanft abfallenden, alpinen Bergwiesen und Latschenkiefern geprägt. Eine markante Nadelbaumgruppe im linken Drittel fungiert als klassischer „Augenfänger“. Im Mittelgrund blickt man steil hinab auf das markante, tiefblaue Band des Attersees. Große, plastische Quellwolken (Kumuluswolken) werfen weiche Schatten auf die Bergflanken. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches Spiel aus Licht und Schatten. Exif-Tipp: Bei solchen Weitblick-Panoramen mit starker Sonneneinstrahlung ist der Einsatz eines Polfilters essenziell. Er minimiert den atmosphärischen Dunst in der Ferne und lässt den Attersee noch blauer strahlen. Wählen Sie Blende f/11 bei ISO 100. Alpines Kinorama – Blick vom Brunnkogel-Grat auf Traunstein, Traunsee und Langbathsee. 📸 Fotografische Notiz zum Grat-Panorama: Diese spektakuläre Panoramaaufnahme nutzt die natürliche Linienführung des zerklüfteten, felsigen Bergrückens im Vordergrund als perfekten visuellen Leitstrahl. Der helle Kalksteingrat führt das Auge direkt in die Bildtiefe. Im rechten Mittelgrund schmiegt sich der tiefblaue Vordere Langbathsee in das bewaldete Tal, während dahinter die markante Silhouette des Traunsteins aufragt. Exif-Tipp: Bei extremen Helligkeitsunterschieden zwischen weißen Wolken und dunklen Talschatten empfiehlt sich eine Belichtungsreihe (Bracketing) mit 3 oder 5 Aufnahmen (z.B. -2, 0, +2 EV). So geht in den Wolken keine Zeichnung verloren. Wählen Sie Blende f/10 für maximale Randschärfe. 5. Fototour durch das Salzkammergut - Jetzt bist du dran! Welcher See im Salzkammergut ist dein persönlicher Favorit für das perfekte Landschaftsfoto? Hast du die Tour auf den Brunnkogel vielleicht selbst schon gemeistert? Schreib es mir unbedingt in die Kommentare! Ich freue mich auf deine Gedanken, Fragen und deine eigenen Bergberichte.
- Wo die Zeit fließt: Kameratour über die Kaltenbachseen zum Deneck-Gipfel
Natur im Wandel: Ein Leitfaden für die Landschaftsfotografie zwischen Geduld, Bildzyklen und alpinem Naturschutz. ⏱️ Für eilige Leser: Die Tour im Schnelldurchlauf Das Erlebnis: Eine der schönsten Bergwanderungen im Naturpark Sölktäler mit drei idyllischen Karseen, einer weiten Tundra-Hochebene und einem grandiosen Gipfelblick. Anforderung: Bis zum zweiten See einfach, danach anspruchsvoller (T3). Absolute Trittsicherheit und eine solide Kondition für 858 Höhenmeter sind beim Gipfelanstieg Pflicht. Fotografisches Highlight: Die spektakuläre Ostausrichtung der Bergseen sorgt für perfektes Licht in den frühen Morgenstunden. Der Almrausch (Alpenrose) blüht im Frühsommer direkt am Ufer. Wichtigster Ausrüstungstipp: Nimm mindestens 2,5 bis 3 Liter Wasser mit (keine Einkehrmöglichkeit am Weg)! Schalte bei Langzeit-Timelapse-Aufnahmen unbedingt den Kamera-Bildschirm aus, um die Akkulaufzeit drastisch zu verlängern. Bildarchiv Kaltenbachseen öffnen 1. Das Abenteuer: Warum zieht es uns in die Ferne? Wie so oft hat mich auch heute jemand gefragt, warum ich für jede Tour eine andere Region wähle. Die Antwort ist leicht: Zum einen verlangt meine Neugierde danach und die Vorfreude flammt schon bei der Tourenplanung auf, zum anderen ist es schlicht berufsbedingt. Eine meiner ersten Bergtouren führte mich vor vielen Jahren zu den wunderschönen Kaltenbachseen in der Steiermark – dieses Mal vollendete ich die anspruchsvolle Route bis zum markanten Gipfel des Deneck in den Schladminger Tauern. Mit dieser Wanderung verbinde ich zutiefst prägende und schöne Erinnerungen. Lange Zeit war es für mich kaum vorstellbar, dass diese Erlebnisse noch zu toppen sind. Doch die Befürchtung, am Berg Enttäuschungen zu erleben, vergeht mit der Zeit. Dazu kommt die faszinierende Tatsache, dass die Natur absolut beispiellos ist, wenn es um monumentale Veränderungen geht. Oftmals dauert es Jahrtausende, und oftmals nur einen einzigen Wimpernschlag lang, bis sich ein Landschaftsbild komplett wandelt. Wenn man stundenlang neben dem Stativ im rauen Gelände wartet, während die Kamera im unbarmherzigen 3-Sekunden-Takt die Zeit einfriert, beginnt man anders über diese Vergänglichkeit nachzudenken. Professionelle Landschaftsfotografie ist weit mehr als das bloße „Sammeln schöner Motive“. Es ist eine Form der Meditation. Man spürt die kühle Bergluft, beobachtet das langsame Wandern der Schatten auf den steilen Felswänden und begreift, wie klein wir eigentlich in dieser Kulisse sind. Diese Entschleunigung ist das eigentliche Geschenk, das wir oft mit nach Hause nehmen – noch vor den fertigen Bildern auf der Speicherkarte. Zeitraffer – Timelapse – Hyperlapse: Das Universalgenie Natur im Wandel Technische Notiz: Sequenz aus ca. 700 High-Res-RAW-Bildern, komprimiert auf 29 Sekunden (Datenvolumen ca. 27 GB). Aufgenommen mit Vario-ND-Filter bei Blende f/11, Intervall: 3 Sekunden, Belichtungszeit: 1/30 Sekunde zur Erzeugung von weichem Motion Blur bei den Wolken. Nachbearbeitet und deflickert via LRTimelapse und Adobe Lightroom. Veränderungen gibt es aber auch, wenn eine Region eine gewisse Popularität und Frequentierung erreicht hat. An dieser Stelle darf ich daran erinnern, dass auch wir Fotografen diejenigen sind, die solche unberührten Plätze publizieren. Durch unsere Bilder im Internet erlangen sie Bekanntheit und werden für die breite Masse zugänglich gemacht. Es liegt in unserem eigenen Interesse, dass sich immer mehr Menschen an der Schönheit der Bergwelt erfreuen – was allerdings auch Schattenseiten hat und deshalb nach großem Verantwortungsbewusstsein verlangt. Wir reden hier schließlich von der sensiblen Heimat der Wildtiere, vom strengen Artenschutz, von geschützten alpinen Pflanzen und von hochgradig fragilen Ökosystemen. Die Natur ist nicht nur veränderlich und regenerativ, sie ist vor allem verletzlich! Überlebenskünstlerin im Urgestein: Die Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum) als Symbol für den Naturschutz Technische Notiz: Makro- oder Teleaufnahme mit weit geöffneter Blende, um eine minimale Schärfentiefe zu erzielen. Fokus präzise auf die vorderen Blütenstempel gesetzt. In der Nachbearbeitung wurden die Kontraste der kleinen Bodenrosetten leicht angehoben, um die raue Textur des alpinen Untergrunds zu betonen. Wie verletzlich, zeigt sich oft abseits der markierten Pfade. Das folgende Panorama zeigt einen winzigen, namenlosen und bereits stark verlandeten Karsee, den man auf den offiziellen Wanderkarten vergeblich sucht. Um diese Perspektive einzufangen, habe ich den Hauptweg für einen kurzen Moment verlassen. Als Naturfotografen stehen wir dabei in einer enormen Verantwortung: Jedes Betreten von sensiblem alpinen Rasen oder Moorboden kann Jahrzehnte an Regeneration zerstören. Für dieses Foto galt daher die strikte Regel: Bewegung ausschließlich auf nacktem Urgestein und über das trockene, steinerne Bachbett. Wenn du in den Bergen fotografierst und eine neue Perspektive suchst, frage dich immer zuerst: Hinterlasse ich hier gerade Spuren? Wenn ja, ist es das Foto nicht wert. Bitte sucht diesen kleinen See nicht gezielt abseits der Wege – die unberührte Natur dankt es euch. Verborgene Fragilität: Ein namenloser Karsee abseits der Pfade Technische Notiz: Mehrzeiliges Panorama, zusammengesetzt aus Hochformat-Aufnahmen auf felsigem Untergrund. Polfilter zur Reduktion von Reflexionen auf den Gräsern im Wasser. Aufgenommen bei hellem Tageslicht – im Blog als Praxisbeispiel für verantwortungsvolle Naturfotografie und das Prinzip „Hinterlasse keine Spuren“ genutzt. Der Weg ist nicht immer das Ziel: Als leidenschaftlicher Naturfotograf sollte man viel Liebe und tiefes Verständnis für die natürlichen Abläufe des Lebens mitbringen. Wer Wildtiere fotografieren möchte, braucht in erster Linie absolute Ruhe. Man stellt sich am besten auf die windabgewandte Seite und nutzt ein lichtstarkes Teleobjektiv. Künstliches Anfüttern ist meist eine fatale Idee. Nicht alle Tiere können bei Gefahr wegfliegen; viele überleben in dieser Höhe nur, weil sie über Jahrtausende einen strikten Fluchtinstinkt entwickelt haben. Ich stelle mir gerade vor, wie zerbrechlich das Leben der wundervollen Bergblumen ist und unter welch widrigen Umständen sie dennoch einen Weg finden, uns zu erfreuen. Denken wir also bei jeder Tour aktiv daran, dass wir den Naturraum genau so verlassen, wie wir ihn beim nächsten Mal vorzufinden wünschen. Schon ein kleiner Beitrag hilft: Wer sich bückt, „Vergessenes“ aufhebt und im Tal entsorgt, geht als großartiges Beispiel voran. Viele wissen es schon – es hinterlässt eine tiefe innere Zuversicht. 2. Kriterien für die Tourenwahl: Der fotografische Funke Wer beim Wandern am Sölkpass epische Landschaftsaufnahmen plant, sollte seine Tour akribisch nach fotografischen Kriterien ausrichten: Die beste Jahreszeit: Jede Saison hat ihren Reiz. Zu beachten ist jedoch, dass der Sölkpass im Winter gesperrt ist, was einen sehr langen Anmarsch erfordert. Die beste Zeit für eisfreie Seenlandschaften und blühende Vegetation ist von Juni bis Oktober. Klima, Wind und Wetter: Alpinem Wetterbericht Priorität einräumen. Für spannende Timelapse-Aufnahmen sind wechselhafte Tage mit ziehenden Wolkenformationen oft dramaturgisch besser als ein wolkenloser, blauer Himmel. Absolute Windstille in den frühen Morgenstunden garantiert zudem makellose Spiegelungen auf den Seeoberflächen. Himmelsrichtung und Licht: Die Kaltenbachseen sind strikt ostseitig ausgerichtet. Das ist der absolute Jackpot für frühmorgendliche Aufnahmen, wenn die allerersten Sonnenstrahlen über die östlichen Bergkämme brechen und das gesamte Kar mit goldenem Licht fluten. Geologie und Vegetation: Kristallines Urgestein prägt die schroffe Landschaft. Im Frühsommer blüht hier der Almrausch (Alpenrose) in kräftigem Rosa, was einen genialen Komplementärkontrast zum tiefen Blau der Karseen bildet. „Warum man nicht immer neue Locations braucht, sondern die wahre Meisterschaft im wiederholten Hinschauen liegt, erfährst du hier: Die Magie des Wiederentdeckens.“ Alpenrosen und Komplementärkontraste über dem Mittleren Kaltenbachsee Technische Notiz: Mehrzeiliges Panorama, vom Wanderpfad aus leicht erhöhter Position aufgenommen. Manueller Fokus auf das unendliche Bergmassiv gelegt, bei geschlossener Blende (f/11) für durchgehende Schärfe von den Blüten im Vordergrund bis zum Gipfelgrat. In der Nachbearbeitung wurden die Tiefen der schattigen Felswände dezent angehoben, um die raue Struktur des Urgestienses zu betonen. 3. Die harten Fakten & Touren-Steckbrief Region & Lage: Naturpark Sölktäler, Steiermark (Sölkpass-Passhöhe) Reine Gehzeit: Unterer Kaltenbachsee: 30 Min. Mittlerer Kaltenbachsee: 1 Std. Oberer Kaltenbachsee: 1 Std. 25 Min. Deneck-Gipfel: 2 Std. 30 Min. Gesamtgehzeit (Rundweg): ca. 4,5 bis 5 Std. Streckenlänge: ca. 7,5 km (für die Rundtour) Höhenmeter: 858 hm Höchster Punkt: Deneck (2.433 m) 🗺️ Sicherheit & Orientierung Achtung Autofahrer: Der Wanderparkplatz am Wegesrand nahe der Kaltenbachalm (Sölkpassstraße) ist zwar kostenlos, allerdings haben die dortigen Weidetiere freien Zugang. Für Parkschäden durch Kühe wird nicht gehaftet – Dellen oder Kratzer sind im Sommer leider keine Seltenheit! Wetterrisiken im Hochgebirge: Bei aufziehendem Nebel, plötzlichem Wettersturz oder Gewittergefahr ist der ausgesetzte Gipfelgrat zum Deneck sofort zu meiden. Wegführung: Hervorragend markiert und beschildert (ÖAV-Wegnummer 787). ⚠️ Anspruch & Wander-Ausrüstung Schwierigkeit: Bis zum Mittleren Kaltenbachsee einfach (T1/T2). Danach wird der Steig steiler. Der finale Gipfelanstieg zum Deneck ist im oberen Teil felsig, exponiert und mit der Bergwanderkategorie T3 durchaus anspruchsvoll. Gelände: Steile Bergpfade, loses Blockgelände und felsige Grate. Eine solide Grundkondition ist zwingend erforderlich. Bekleidung: Klassische Berg- und Wanderbekleidung (Zwiebelprinzip), gutes, knöchelhohes Schuhwerk mit rutschfester Profilsohle. Verpflegung & Trinkwasser: Proviant und vor allem ausreichend Wasser sollten für mindestens 5 Stunden autarkes Wandern reichen. Es gibt keine Einkehrmöglichkeit direkt am Weg! Das glasklare Seewasser ist wegen der intensiven Beweidung durch Vieh (Gefahr von Keimbelastung) auf keinen Fall als Trinkwasser zu empfehlen. Mindestens 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Person mitführen. 💡 Mein Extratipp: Der Gipfelanstieg lässt sich hervorragend als Rundtour gehen, sofern Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorhanden sind. Nimm immer zuerst den schwierigeren Weg – das ist aus meiner Sicht der Aufstieg über die Schafspitze. Die Augen des Kars: Blick auf den Mittleren und Unteren Kaltenbachsee Technische Notiz: Mehrzeiliges Panorama aus erhöhter Position, präzise gestitcht, um Verzerrungen der Horizontlinie zu vermeiden. Belichtung auf die hellen Wolkenpartien optimiert, während die Schatten in den tiefen Karbecken in der Postproduktion sanft angehoben wurden, um Zeichnung in den dunklen Seeufern zu bewahren. Der anschließende Rückweg über die Etrachböden (eine traumhafte, weite Hochebene) war für mich persönlich das unerwartete, landschaftliche Highlight dieser Tour. Die unendliche Weite der Etrachböden beim Rückweg vom Deneck Technische Notiz: Einzeiliges Weitwinkel-Panorama aus mehreren Horizontalaufnahmen. Verwendung eines Polfilters zur gezielten Kontrastverstärkung der weißen Wolkenformationen gegen das tiefe Himmelsblau. In der digitalen Ausarbeitung wurden die warmen Erdtöne und das alpine Gras dezent betont, um die sommerliche Hochgebirgsstimmung originalgetreu wiederzugeben. 4. Mein technisches Setup für Timelapse-Aufnahmen in den Bergen Wer spektakuläre Zeitraffer-Sequenzen im Hochgebirge erstellen möchte, benötigt das passende Kamera-Equipment und ein fehlerfreies Setup: Kamera: Kleinbild-Spiegelreflex- oder spiegellose Systemkamera mit vollen manuellen Einstellmöglichkeiten. Lebenswichtiger Handgriff: Schalte den Autofokus (AF) nach dem präzisen Scharfstellen komplett aus, um Fokus-Spritzen („Pumpen“) zwischen den Einzelbildern im fertigen Video zu verhindern. Objektive: Ein hochwertiges Standard-Zoom (z. B. 24-70mm). Eingestellte Blende: f/11 (für durchgehende Schärfentiefe vom Vordergrund bis zum Horizont). Belichtungsintervall: Festgelegt auf 3 Sekunden. Bildformat: Ausnahmslos RAW (bietet maximale Dynamikreserven für die spätere Korrektur von extremen Lichtern und tiefen Schatten). Stativ & Zubehör: Ein stabile, verwindungssteifes Reisestativ (Karbon spart wertvolles Gewicht beim Aufstieg). Schnellwechseladapter nicht im Auto vergessen! Filter: Ich verwende standardmäßig einen hochwertigen Vario-ND-Filter. Dieser Graufilter ist im gleißenden Gebirgslicht unverzichtbar, um die Belichtungszeit künstlich auf ca. 1/30 Sekunde zu verlängern. Erst das erzeugt die weiche, harmonische Bewegungsunschärfe bei ziehenden Wolken oder fließendem Wasser (Motion Blur). Software für die Postproduktion: Adobe Lightroom in Kombination mit LRTimelapse für die fließende Helligkeitsoptimierung und das professionelle Entfernen von Helligkeitsflackern (Deflickering). Für das finale Rendering und den Videoschnitt nutzt man Premiere Pro (aktiviere unbedingt die Symbolansicht für effizientes Arbeiten mit riesigen Bildsequenzen). Sicherheit im Rucksack & Energiemanagement: Smartphone, ausreichend leere High-Speed-Speicherkarten und eine leistungsstarke Powerbank gehören fest ins Gepäck. 💡 Mein Profi-Tipp für maximale Akkulaufzeit: Bei 700 hochauflösenden Aufnahmen in Folge ist nicht nur die Kälte der Feind, sondern der eigene Workflow. Schalte unbedingt den Kamera-Bildschirm (Live-View und automatische Bildrückschau) komplett aus! Das permanente Aufleuchten des Displays nach jedem Foto frisst die meiste Energie. Vertraue deinem vorherigen Testfoto und lass die Kamera im "Dunkeln" arbeiten – dein Akku wird es dir mit der doppelten Laufzeit danken. Weitere Fototouren in den Schladminger Tauern: 📌 Das eiszeitliche Naturjuwel der Goldlacken (T3-Bergwanderung) 5. Kameratour über die Kaltenbachseen zum Deneck-Gipfel - Jetzt bist du dran! Hast du die Kaltenbachseen schon einmal vor der Linse gehabt? Welche Intervalle nutzt du am liebsten für deine Berg-Timelapses? Schreib es mir unbedingt unten in die Kommentare!










