Föhnlicht perfekt inszeniert: Der digitale Workflow hinter meinen Landschaftsaufnahmen
- Vera und Josef Reiter

- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag
🏔️ Die Location hinter der Technik:
Die Aufnahmen und Wetterbedingungen zu diesem Workflow stammen von meiner hochalpinen Tour in den Schladminger Tauern.
👉 Zum Tourenbericht: Das Abenteuer Goldlacken – Zwischen alpiner Realität und fotografischem Glück
👉 Zur Wetterkunde: Wetterküche Alpen: Wie Föhn und Wolken meine Aufnahmen formen
In den Bergen gilt: Die Natur gibt das Tempo vor. Bei starkem Föhn ziehen die Wolken extrem schnell über die Gipfel. Für mich als Berufsfotograf bedeutet das beim Erstellen von hochauflösenden Panoramen vor allem eins: Schnelligkeit und absolute Präzision bei der Aufnahme.
Moderne Stitching-Software kann leichte Wolkenverschiebungen zwar ausgleichen, doch je schneller und gleichmäßiger die Einzelbildserie im Kasten ist, desto sauberer ist das Endergebnis.
Präzision statt Zufall: Mein Setup im Feld
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Der digitale Workflow hinter meinen Landschaftsaufnahmen und am Studiorechner
Das Zusammenfügen (Stitching) von Panoramen ist Präzisionsarbeit. Selbst Profi-Tools wie PTGui stoßen an ihre Grenzen, wenn die Ausgangsbilder nicht perfekt überlappen oder die Belichtung schwankt.
Bei extremen Kontrasten – wenn die Sonne plötzlich durchbricht und die Wolkenränder gefährlich hell werden – arbeite ich streng nach der ETTR-Methode (Expose To The Right). Dabei belichte ich so reichlich wie möglich, ohne dass die Lichter unwiederbringlich ausfressen. Das Ziel in meinem professionellen Workflow ist es immer, die feine Struktur und Plastizität der Wolken zu erhalten. Ein "blinder", rein weißer Fleck im Himmel ohne Zeichnung ist in der professionellen Fotografie ein technischer Fehler.
In der Postproduktion mit Lightroom Classic kann ich dank der sauberen RAW-Daten und einer niedrigen Empfindlichkeit (bevorzugt ISO 100, im Ausnahmefall ISO 200) selbst extreme Korrekturen vornehmen – ganz ohne den Einsatz von zerstörerischen KI-Rauschfiltern.
Der digitale Workflow hinter meinen Landschaftsaufnahmen

Wie sieht euer Workflow aus?
Setzt ihr bei schwierigen Lichtverhältnissen eher auf klassische HDR-Reihen oder reizt ihr das Dynamikpotenzial eures Kamerasensors im RAW-Format auch bis zum Äußersten aus? Lasst uns in den Kommentaren fachsimpeln!
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