Auf dem Weg zur Jagdhausalm
- 25. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Der Weg von Oberhaus zur Jagdhausalm erstreckt sich über rund 6 km und führt mich entlang des malerischen Schwarzachflusses in Richtung Seebachalm. Diese Route ist mir bereits von meinen Touren zum Sankt-Josef-See am Fleischbachkees und zur Rosshornscharte zur Barmahütte bestens vertraut.
Die Jagdhausalm liegt nahe der italienischen Grenze, wo die natürliche und von Menschen geschaffene Grenze spürbar wird. Eingebettet zwischen den mächtigen Gipfeln der Hohen Tauern wurde die Alm bereits 1212 urkundlich erwähnt. Ihre Bauweise aus lokalem Naturstein ist sowohl praktisch als auch traditionell, was auf den begrenzten Zugang zu Bauholz zurückzuführen ist. Dieser rustikale Stil verleiht der Alm ihren einzigartigen Charme.
Das Leben auf der Jagdhausalm war geprägt von harter Arbeit, Gemeinschaft und einer tiefen Verbundenheit zur Natur. Heute wird die Alm nur im Sommer bewirtschaftet, weshalb alle Türen verschlossen sind. Diese Stille erzählt von der Geschichte und den Schicksalen der Menschen, die hier lebten. Ein Leben auf über 2000 m, wo oft mehr als 3 m Schnee fallen und die Temperaturen bis zu -20 °C erreichen, stellt große physische Herausforderungen dar.
Im I. und II. Weltkrieg bot die Jagdhausalm Unterschlupf vor den Kämpfen in den nahegelegenen Gebieten. Es ist bemerkenswert, dass die Alm seit jeher von Südtiroler Sennereien bewirtschaftet wird, was zeigt, dass Menschlichkeit über politischen Willen triumphiert hat.
Nach all diesen Gedanken gehe ich weiter und erreiche einen markanten Tümpel. Mit ein wenig Fantasie kann man den Namen dieses Kleinods als „Pfauenauge“ nachvollziehen. Ich genieße die Natur und mache mich mit lebensbejahenden und positiven Gedanken auf den Weg zurück.
Auf dem Weg zur Jagdhausalm
























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