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Fototour Giglachseen & Kalkspitze: Im Herzen der Schladminger Tauern

Warum diese Tour ein Paradies für Landschaftsfotografen ist – von der Almrauschblüte bis zum Gipfelpanorama.


Weitwinkel-Panorama der Giglachseen in den Schladminger Tauern mit leuchtend pinkem Almrausch im Vordergrund.
Farbenrausch auf 1.900 Meter: Zur Blütezeit verwandelt der Almrausch das Ufer der Giglachseen in ein fotogenes Meer aus Magenta.

⏱️ Für eilige Leser: Die Tour im Schnelldurchlauf

  • Das Erlebnis: Traumhafte Berg- und Seenkulisse im Herzen der Schladminger Tauern – perfekt als Tagestour oder mehrtägiges Trekking-Abenteuer.

  • Anforderung: Mittelschwere Bergwanderung (Kondition für ca. 850–900 Höhenmeter erforderlich; Trittsicherheit im Gipfelbereich der Kalkspitzen).

  • Fotografisches Highlight: Das Almrausch-Blütenmeer Ende Juni/Juli, die Spiegelungen der Gipfel in den Giglachseen und der 360°-Rundumblick von der Lungauer Kalkspitze.

  • Wichtigster Ausrüstungstipp: Ein stabiles Stativ inkl. Nodalpunktadapter für hochauflösende Multi-Zeilen-Panoramen sowie Polarisations- und Vario-ND-Filter zur Kontrolle der Reflexionen.



1. Das Abenteuer: Mit der Kamera durch die Schladminger Tauern

Wenn wir oben am Gipfelkreuz der Lungauer Kalkspitze sitzen, im Nordwesten den Oberhüttensee und im Nordosten die tiefblauen Giglachseen unter uns erblicken, wird uns schnell klar: Die Schladminger Tauern gehören zu den eindrucksvollsten Bergregionen Österreichs. Es ist eine Landschaft, von der man als Fotograf und Bergwanderer einfach niemals satt wird.


Gipfelaussicht von der Lungauer Kalkspitze auf die tiefblauen Giglachseen und die Bergkette der Schladminger Tauern.
Der Lohn des Aufstiegs: Von der Lungauer Kalkspitze (2.471 m) haben wir einen spektakulären Tiefblick auf die beiden Giglachseen.

In einer Zeit, in der viele „Gipfelstürmer“ mit dem Smartphone im Anschlag an den schönsten Motiven vorbeihetzen und die Natur mit einem flüchtigen Klick abhaken, möchten wir einen anderen Weg gehen. Die Natur und ihre kleinen wie großen Wunder verdienen Respekt und Zeit. Trailrunning und Berglauf sind ohne Zweifel beeindruckende Sportarten – doch für uns lassen sie sich nur schwer mit der Achtsamkeit eines Landschaftsfotografen vereinbaren. Was wir suchen, ist das perfekte Gleichgewicht zwischen sportlicher Herausforderung und dem bewussten Wahrnehmen der Schönheit vor unseren Augen.

Die Region rund um die Giglachseen eignet sich herausragend für eine Mehrtagestour. Egal ob wir die Seen entspannt umrunden (besonders faszinierend zur Almrosenblüte), die Steirische oder Lungauer Kalkspitze erklimmen, eine Rundtour über den Oberhüttensee und den Brettersee wählen oder von der Ursprungalm über die Gipfel zurück zu den Giglachseen wandern: Jeden Tag schenkt uns diese Bergwelt neue, unvergleichliche Perspektiven.


💡 Maut-Hinweis für die Anreise:Die Auffahrt über die Mautstraße zur Ursprungalm schlägt derzeit mit 22,00 € pro PKW zu Buche (Abrechnung erfolgt digital/automatisch an der Mautstelle via Kennzeichenerfassung; Bezahlung per Karte). Wer die Region mehrmals im Jahr besucht, greift am besten zur Saisonkarte für 49,00 €.

2. Kriterien für die Tourenwahl: Der fotografische Funke

  • Die beste Jahreszeit:

    Ende Juni bis Mitte Juli erlebt man hier die spektakuläre Almrauschblüte (Almrose), die ganze Hangabschnitte in kräftiges Magenta taucht. Der Frühherbst (September/Oktober) besticht hingegen durch glasklare Fernsicht, warme Goldtöne der Gräser und stabile Wetterlagen.

  • Klima, Wind und Wetter:

    Da die Kessel der Schladminger Tauern oft windgeschützt liegen, bieten die Morgen- und Abendstunden perfekte Bedingungen für spiegelglatte Wasseroberflächen an den Giglachseen.

  • Geologie und Vegetation:

    Der Spannungsgrad dieser Region liegt im geologischen Wechselspiel: Der helle Kalkstein der Kalkspitzen trifft auf den dunklen Urgesteins-Gneis der Tauern. Dazu gesellen sich saftige Almböden, Zirbenbestände und kristallsandige Uferzonen.

Kristallklares Wasser an den Ufern der Schladminger Tauern mit Spiegelungen des Himmels.
Stille Momente abseits der Hauptwege: Kleine Karseen bieten ideale Bedingungen für ruhige Spiegelungen und Detailaufnahmen.

3. Die harten Fakten & Touren-Steckbrief

Region & Lage: 

Schladminger Tauern / Steiermark & Salzburg (Preuneggtal / Rohrmoos)

Reine Gehzeit: 

ca. 5:00 bis 6:00 Stunden (als Tagestour mit Gipfel)

Streckenlänge:

ca. 13,5 km (Rundtour Ursprungalm – Giglachseen – Lungauer Kalkspitze – Ursprungalm)

Höhenmeter:

ca. 880 hm im Auf- und Abstieg

Höchster Punkt:

Lungauer Kalkspitze (2.471 m)


🗺️ Sicherheit & Orientierung

  • Wetter: Das Wetter in den Tauern kann rasch umschlagen. Nebelfelder können die Orientierung auf den Gipfelplateaus erschweren.

  • Wegführung: Gut markierte Wanderwege (ÖAV-Wege). Der Aufstieg zur Kalkspitze erfordert Trittsicherheit auf schotterigem Terrain.

⚠️ Anspruch & Ausrüstung

  • Schwierigkeit: Mittelschwer (Rote Bergwege).

  • Gefahren: Rutschfurcht bei Nässe auf den Kalkgesteins-Passagen; Schuttfelder im Gipfelbereich.

  • Gelände: Almböden, geschotterte Serpentiene, felsige Steige.

  • Bekleidung: Zwiebelprinzip, funktionale Wind- und Regenschutzbekleidung, feste Knöchelschuhe mit griffiger Profilsohle.

  • Verpflegung: Ausreichend Wasser, Tourenproviant. Einkehrmöglichkeiten auf der Ursprungalm, der Giglachseehütte und der Ignaz-Mattis-Hütte.

💡 Mein Extratipp für Fotografen:

Übernachtung auf der Hütte einplanen! Wer das beste Licht zur blauen Stunde und zum Sonnenaufgang nutzen möchte, sollte eine Übernachtung auf der Ignaz-Mattis-Hütte oder der Giglachseehütte buchen. Dadurch sparst du dir den nächtlichen Abstieg und stehst morgens direkt an den besten Fotospots am See Ufer.

4. Mein technisches Setup für Panorama-Aufnahmen

  • Kamera & Drohne: Vollformat-Systemkamera / Spiegelreflexkamera, DJI Mavic II (für gezielte Luftaufnahmen/Perspektivenwechsel) Action-Cam & Smartphone.


  • Hinweis zum Drohneneinsatz: 

    Bei Drohnenaufnahmen in alpinen Regionen achten wir stets auf die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen (Registrierung/Austro Control) sowie den nötigen Abstand zu Wild- und Weidetieren, um die Ruhe der Natur nicht zu stören.“

Luftaufnahme der Giglachseen mit einer kleinen baumbestandenen Insel im klaren Gebirgswasser.
Ein Perspektivenwechsel offenbart oft verborgene Strukturen: Die kleine Insel im Giglachsee aus der Luft gesehen.
  • Objektive:

Standard-Zoom (24-70mm) für flexible Bildausschnitte sowie ein Weitwinkelobjektiv (16-35mm) für raumgreifende Vordergründe.

  • Bildformat:

Konsequent RAW-Format für maximalen Dynamikumfang bei kontrastreichen Bergmotiven.

  • Stativ & Zubehör:

Stabiles Carbon-Reisestativ mit Nodalpunktadapter – unerlässlich für stichfreie Hochformat-Panoramen mit nahegelegenem Vordergrund (z. B. Almrausch oder Felsen).

  • Filter: 

Vario-ND-Filter für weiche Wasserflächen sowie ein Polarisationsfilter zur Reduktion von Reflexionen auf der Wasseroberfläche und Intensivierung des Himmelsblau.

  • Software: 

Adobe Lightroom Classic (Katalogisierung & Grundentwicklung), PTGui Pro (für hochpräzises Panorama-Stitching) und Adobe Photoshop (Feinschliff & Compositing).

  • Sicherheit im Rucksack: Smartphone mit Offline-Karten, Ersatzakkus (kühlungsgeschützt verpackt), ausreichend Speicherkarten, Powerbank und Ladekabel.


5. Jetzt bist du dran!

Warst du schon einmal an den Giglachseen oder hast die Kalkspitzen bestiegen? Welche Jahreszeit fasziniert dich in den Bergen am meisten – die knallige Blütezeit im Frühsommer oder die klare Sicht im Herbst?

Schreib es mir unbedingt in die Kommentare und teile deine eigenen Fototipps mit der Community!

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